Spanien - Kanaren - La Palma
Freitag, 09.01.2026
Anreise von Berlin-Brandenburg (BER) über Madrid (MAD) nach La Palma (SPC)
Zu Beginn des Jahres steht wieder unsere Winterauszeit an. Anders als in den letzten Jahren starten wir dieses Jahr auf La Palma, wo wir die ersten reichlich zwei Wochen in der Casa La Majada auf der Westseite der Insel verbringen werden.
Wir starten bereits am 08.01.2026 in Richtung Berlin. Das erweist sich als eine sehr gute Entscheidung, da das Sturmtief "Elli" Deutschland gerade ziemlich im Griff hat. Mit dem Flixbus geht es nach Berlin, wo wir uns direkt am Flughafen im "Steigenberger" einquartiert haben. Dort kommen wir gegen Mittag an und nutzen die Zeit, um nochmals in die City zu fahren. Am nächsten Morgen haben wir nur wenige Schritte bis zum Terminal. Noch bevor das große Schneefallgebiet Berlin erreicht, startet unser Flieger der IBERIA pünktlich nach Madrid, wo wir nur 1h zum Umsteigen haben. Alles klappt wunderbar und so landen wir gegen 13:30 Uhr überpünktlich auf La Isla Bonita. Schnell sind wir aus dem Flieger und nach rekordverdächtigen 15 Minuten nach der Landung sitzen wir mit Gepäck schon in unserem Mietwagen und machen uns auf den Weg hinüber auf die Westseite der Insel. Hier werden wir bereits von unseren Vermietern Nieves und Manuel erwartet und herzlich begrüßt. Nach ein paar Versorgungseinkäufen genießen wir dann den ersten Sonnenuntergang auf unserer Panoramaterrasse.
Am Morgen lassen wir es erst einmal ruhig angehen. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Atlantikblick auf unserer Terrasse starten wir in Richtung Los Llanos. Hier bummeln wir durch die Flaniermeile, wo rund um die Plaza de España reges Treiben herrscht. Nachdem wir unsere Vorräte noch etwas erweitert haben, fahren wir dann hinunter zur Playa de Tazacorte. Hier scheint die Sonne und am Strand herrscht reger Badebetrieb. Wir relaxen eine ganze Weile in der wärmenden Sonne - die hat uns in den letzten Tagen in Deutschland sehr gefehlt. Dann fahren wir über Los Llanos wieder zurück und erkunden die erst vor einigen Wochen freigegebene Straße in Richtung Todoque. Diese führt durch das von der Lava des Tajogaite zerstörte Areal rund um die Gemeinde Tazacorte. Da wir die Gegend noch von vor dem Vulkanausbruch sehr gut kennen, ist es beklemmend, wenn man sieht, was der Vulkan angerichtet hat. Dann fahren wir am Nachmittag zur ins Quartier und genießen auch heute die Abendsonne.
Sonntag, 11.01.2026
Kurzwanderung um die Cumbrecita - Ermita Virgen del Pino - Mirador Astronómico del Llano del Jable
Für heute haben wir uns schon vorab einen Parkplatz an der Cumbrecita reserviert. Das ist nach wie vor notwendig, da man hier nur mit vorheriger Anmeldung die Schranke an der Straße, welche vom Besucherzentrum hinauf zur Cumbrecita führt, passieren darf. So zeigen wir unsere Permiso vor und fahren die letzten paar Kilometer nach oben, wo wir den Mietwagen an dem kleinen Parkplatz abstellen. Wie immer in den letzten Jahren ist diese Genusswanderung unsere Eröffnungsrundeauf La Palma. Leider können wir dieses Mal die Tour nicht wie sonst üblich als Rundtour absolvieren, da der Abschnitt zwischen der Cumbrecita und Lomo de Las Chozas gesperrt ist. So gehen wir über den Mirador de Los Roques zum Lomo de Las Chozas und auf der gleichen Strecke wieder zurück. Trotz der Einschränkung erleben wir eine tolle Genußwanderung mit tollen Aussichten in die Caldera de Taburiente. Zurück an der Cumbrecita fahren wir wieder hinunter und machen noch einen kleinen Abstecher zur Ermita Virgen del Pino. Anschließend fahren wir noch ein Stück in Richtung El Pilar zum Mirador Astronómico del Llano del Jable. Allerdings treiben die Wolken intensiv über die Cumbre, so dass wir fast in den Wolken stehen und es auch etwas regnet. So drehen wir um und fahren zurück in unser Quartier, wo wir den Rest des Nachmittages auf unserer Terrasse verbringen.
Montag, 12.01.2026
Wanderung auf dem Camino Real de la Costa GR-130 von Tinizara nach Tijarafe
Nach einem wie immer ausgiebigen Frühstück starten wir am Morgen in den Nordwesten der Insel. Via Tazacorte und dem Mirador del Time fahren wir entlang der immer noch im Bau befindlichen LP-1 in Richtung Tijarafe. Die Fertigstellung wird wohl aufgrund der sehr speziellen Topografie des Areals auch noch einige Jahre dauern. Von hier fahren wir mit dem Bus 110 bis nach Tinizara bzw. unfreiwillig noch etwas weiter, da der Busfahrer unser unmissverständliches Signal zum Aussteigen irgendwie ignoriert hat. So nutzen wir den Umstand und machen noch einen Abstecher zum Mirador Barranco de Garome. Dann steigen wir bei Tinizara in die geplante Tour entlang des Camino Real de la Costa GR-130 ein. Gleich am Anfang geht es durch den Barranco de la Baranda und auch später immer wieder auf und ab. Durch den Regen der letzten Wochen ist es überall herrlich grün und es blüht an vielen Stellen. Auch die ersten Mandelblüten können wir schon entdecken. Dann kommen wir wieder zurück nach Tijarafe und fahren von dort via Los Llanos, wo wir noch schnell ein paar Einkäufe erldigen, zurück in die Casa La Majada. Das sonnige Wetter nutzen wir, um in unseren mit 15°C recht frischen Pool zu springen. Am Abend legen wir noch ein leckeres Solomillo de Res und eine Lubina (Wolfsbarsch) auf den Grill.
Dienstag, 13.01.2026
Wanderung vom Mirador Astronómico del Llano del Jable zum Vulkan Tajogaite
Nachdem das Wetter am Morgen deutlich besser ist als im Forecast avisiert, machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg in Richtung El Pilar. Am Mirador Astronómico del Llano del Jable parken wir das Auto und starten hier unsere Tour zum neuen Vulkan Tajogaite, welcher die Insel zuletzt so extrem verändert hat. Es ist zwar nicht die Vulkantour bis zum Krater aber da man diese nur organisiert machen kann, entscheiden wir uns für die "Aussichtsrunde mit Kraterblick". Wir folgen dazu der Forstpiste Fran Santana, von wo aus wir nicht nur einen tollen Blick ins Aridanetal haben, sondern auch auf das Lavafeld des Tajogaite. Nach einem kurzen Aufstieg hinauf biegen wir in eine weitere Forststraße ein. Diese führt wieder in Richtung El Pilar. Von hier etwas weiter oben hat man einen genialen Blick in den imposanten Krater des Tajogaite. Dann geht der Weg zurück durch Lavaasche und Kiefernwald zum Ausgangspunkt der Tour. Auch heute ist wieder viel Sonne im Aridanetal, so dass wir den Rest des Nachmittages auf unserer Terrasse verbringen und auch mehrmals in den mit 15°C ziemlich frischen Pool springen.
Mittwoch, 14.01.2026
Wanderung von La Zarza durch die Caldera del Agua zur Ermita San Antonio
Heute zieht es uns wieder zum Wandern in den Norden der Insel. Auf der LP-1 fahren wir in Richtung Norden. Kurz hinter Puntagorda ist plötzlich die Straße gesperrt. Hier werden Sicherungsarbeiten an den Felswänden durchgeführt und nur zu wenigen Zeiten kann man diese Engstelle passieren. Also drehen wir um und biegen bei der Repsol-Tankstelle in Puntagorda in den Camino de Pintado ein. Diese enge Nebenstraße mündet später in die LP-111 ein, welche uns nach vielen Kurven nach Las Briestas bringt, wo wir wieder die LP-1 erreichen. Von dort ist es nicht mehr weit nach La Zarza. Dort parken wir und starten zur Wanderung durch die Caldera del Agua. Zuerst geht es hinunter in die Caldera, welche ihren namen alle Ehre macht und wo wir viel Wasser um uns herum haben. Auf ausgespülten Wegen haben wir teilweise Mühe den richtigen Weg zu finden, da der "normale" Weg teilweise nicht mehr existent war. Wir umgehen mehrere Kaskaden, bevor wir wieder steil hinauf aufsteigen. Wir passieren die Straße nach Juan Adalid und erreichen über die Fuente del Rio die Ermita San Antonio del Monte. Von hier sind es nur noch knapp 2km bis nach La Zarza, wo der Mietwagen auf uns wartet. Mit zügiger Fahrt geht es zurück in Richtung Puntagorda und wir haben Glück und erreichen gerade noch ein Zeitfenster, wo der Inselhighway geöffnet wird und so sparen wir uns das Gekurbel über die engen Nebenstraßen. Zurück im Quartier erleben wir auch heute viel Sonne am Nachmittag und so lassen wir den Tag bei einem Glas Rotwein ausklingen.
Das Wetter zeigt sich heute besser, als in der Vorhersage avisiert und so steht einem erneuten Wandertag nichts im Wege. Dazu fahren wir abermals in den Nordwesten nach Santo Domigo de Garafia. Hier starten wir zu unserer Wanderung zu den Dragos Salvatierra. Der Weg geht zuerst hinunter in den Barranco de la Luz und steigt auf der anderen Seite wieder hinauf. Der weitere Weg bietet uns einen weiten Blick über den Atlantik. Dann biegen wir in einen aufwärts führenden Weg ein, welcher uns direkt in den Dragohain von Salvatierra bringt. Im Vergleich zu den bekannteren Dragos von Las Tricias sind hier kaum Mitwanderer zugange und es gibt mehr Dragos zu bestaunen. Dann erreichen wir wieder Garafia, von wo aus wir die Rückfahrt - natürlich wegen der Straßensperrung bei Puntagorda wieder über die enge Carretera Montaña LP-111 - nach Los Llanos antreten. Hier geht es nochmal schnell in den HiperDino Supermercado und dann zurück in die Casa La Majada.
Freitag, 16.01.2026
Fuencaliente - Playa de las Cabras - Faro y Salinas de Fuencaliente - Puntalarga - Playa Zamora - Mirador de La Concepción
Eigentlich hat der spanische Wetterdienst AEMET für die kommenden Tage Regen avisiert. Doch heute ist davon entgegen der Prognose nichts zu spüren, wenngleich am Morgen ein paar mehr Wolken am Himmel sind. Diese haben sich dann aber recht schnell verzogen und so heißt es heute für uns - ab in den Süden. Nach den letzten Wandertagen sind wir heute mal etwas gemütlicher mit dem Auto unterwegs. Auf der inzwischen fast fertiggestellten LP-2 fahren wir über Las Manchas und Jedey nach Fuencaliente und von dort hinunter an den Südzipfel der Insel La Palma. Wie so oft in den letzten Jahren machen wir einen Abstecher zur einsamen Playa de las Cabras. Hier ist es eher die Szenerie, welche uns begeistert aber an baden ist aufgrund des Wellengangs nicht zu denken. Dafür sehen, wir anders als sonst, die Nachbarinseln La Gomera und El Hierro. Dann geht es hinüber zu den beiden Leuchtürmen und den dortigen Salinen. Das Farbenspiel der Solebecken ist immer wieder schön anzusehen und der Ort hat eine eigene Stimmung. Nach einem Abstecher zur nahen Playa Zamora fahren wir wieder hinauf via Las Indias nach Fuencaliente. Für die Rückfahrt entscheiden wir uns für die Ostseite, wo wir via Mazo und Breña Baja zum Mirador de La Concepción fahren. Von hier haben wir einen tollen Blick auf die Haupstadt der Insel Santa Cruz de La Palma und den dortigen Hafen. Nach ein paar Versorgungseinkäufen fahren wir dann über die Cumbre wieder hinüber zur Westseite der Insel und zurück in unser Quartier.
Am heutigen Morgen zeigt sich die Cumbre Vieja wolkenfrei, so dass wir uns spontan zur Wanderung von El Pilar auf den Pico Birigoyo entschließen. Via El Paso fahren wir hinauf zur Zona Recreativa El Pilar, wo wir unser Auto parken. Dann starten wir recht steil bergan auf dem ersten Teilstück der Ruta de los Volcanes, welche uns durch Kiefernwald schnell viele Höhenmeter nach oben bringt. Den klassischen Abzweig zum Gipfel lassen wir links liegen und drehen noch einen weiteren Bogen, bevor wir auf einem Serpentinenweg wiederum steil aufsteigen und uns so dem Birigoyo von der Südseite nähern. Während es bisher windstill war, pustet jetzt auf dem Kamm des Pico Birigoyo ein strammer eisiger Wand. Da merkt man, dass wir inmitten des Atlantiks im Winter auf 1.800 Metern Höhe sind. Nachdem wir die Gipfelsäule erreicht haben, machen wir uns aufgrund des eisigen Windes recht schnell wieder auf den Abstieg und kehren nach El Pilar zurück. Nachdem wir schon am Morgen kaum die Ausfahrt unserer Unterkunft passieren konnten, haben wir einen noch größeren Ärger bei unserer Rückkehr. Ein etwas gestörter Nachbar (stammt natürlich aus Deutschland) hat etwas eigene Vorstellungen vom Autofahren und so blockiert er die Straße mit seinem mit Betonsteinen vollbeladenen Pferdetrailer!!, so dass wir eine Weile warten müssen, bevor wir passieren können. Es dauert dann noch lange Zeit, bis sein zerbeulter Mercedes, welchen die Policia Local gleich konfisziert hat, abgeschleppt werden konnte. Den Abend genießen wir bei herrlichen Sonnenschein auf unserer Panoramaterrasse.
Sonntag, 18.01.2026
San Remo - Charco Verde - Playa de las Monjas - Puerto Naos
Als wir am Morgen aufwachen, sieht es draußen recht grau aus. Die Cumbre und der Bejenado sind vollständig in Wolken gehüllt und es regnet. So starten wir heute etwas später als sonst in den Tag. Doch schon beim Frühstück lockert es auf und die Sonne schiebt sich durch die Wolken, was durch mehrere Regenbögen untermalt wird. Wir nutzen den lazy Sunday am Morgen, um noch ein paar Reisebuchungen zu erledigen. Als dann die Sonne endgültig das Zepter übernimmt, machen wir und auf den Weg hinunter zur Westküste und fahren nach El Remo. Die rustikale Strandsiedlung hat eher einen rauen Charme, allerdings kann man in mehreren Chiringuitos hier recht gut essen. Nach einem Bummel fahren wir dann weiter zu einem der wenigen Strände hier an der Westseite - dem Charco Verde. Aufgrund der starken Brandung ist auch hier überschaubar viel los, so dass wir noch einen kurzen Abstecher zur nahen Playa de las Monjas machen. Hier an der Nonnenbucht war einmal ein guter Badeplatz, welchen wir in der Vergangenheit auch oft genutzt haben. Aktuell ist hier das baden nicht nur verboten sondern man hat weder die Möglichkeit nach unten zu gelangen, noch ist etwas von Strand vorhanden. Trotzdem ist der Blick auf die hereinbrausenden Atlantikwellen einen Fotostopp wert. Dann fahren wir weiter nach Puerto Naos. Hier bummeln wir bei sommerlichen Temperaturen auf der Promenade entlang. Inzwischen ist es hier wieder recht lebhaft, nachdem der Ort einige Jahre nach dem Vulkanausbruch wegen austretender Gase total gesperrt war. Den Rest des Nachmittages chillen wir dann noch bei Sonnenschein auf der Terrasse der Casa La Majada.
Montag, 19.01.2026
In die Inselhauptstadt Santa Cruz de La Palma
Schon in der Nacht war zu spüren, dass der Wind deutlich zulegt. So war es schon am Morgen recht zugig beim Frühstück auf der Terrasse. Somit entscheiden wir uns gegen das Wandern und fahren am Vormittag über die Cumbre hinüber auf die Ostseite der Insel in die Hauptstadt Santa Cruz. Wir hatten es bereits vorab im Internet recherchiert und waren somit nicht überrascht, dass die "Mein Schiff Relax" im Hafen lag und somit eine "Invasion der Kreuzritter" in der kleinen Capitale erfolgte. Zukünftig sollten wir es vermeiden, an solchen Tagen nach Santa Cruz zu fahren. Heute war es eher eine Vernunftsentscheidung, da wir leider aufgrund des Wetters nicht wirklich wandern konnten. Trotz des Ansturms der überwiegend deutschen Kreuzfahrer bummeln wir durch die Flaniermeile O'Daly bis zur Plaza Alameda mit der Replik der Santa Maria. Zwischendurch ereilen uns immer wieder mal kurze Schauer, so dass wir uns in eines der zahlreichen Geschäfte flüchten. Dann geht es zurück zum Auto und wir fahren nochmal kurz nach Los Cancajos. Dabei mussten wir wiederholt feststellen, dass das nicht unsere bevorzugte Gegend ist. So drehen wir schnell wieder um und fahren über die Cumbre zurück in unsere Casa La Majada.
Am Morgen schon zeigt sich das Wetter von seiner besten Seite. Auch wenn es zum Frühstück auf der Terrasse noch recht frisch ist, so strahlt dann auch die Sonne vom blauen Himmel. So gehen wir heute unsere Wanderung hinauf zum Calderarand an. Via Santa Cruz fahren wir zuerst hinüber zur Ostseite der Insel, um dann über Velhoco und Mirca die LP-4 in gefühlt endlosen Kurven hinauf in Richtung Roque de Los Muchachos zu fahren. In den letzten Tagen war diese Straße noch wegen Felsstürzen und Eisglätte gesperrt. Umso mehr freuen wir uns, dass wir endlich hier hinauf fahren können. Vom Parkplatz an der LP-4 an der Einbiegung der Pista Pico de La Nieve starten wir dann unsere Tour. Hier in 1.900m Höhe sind gerade mal 8°C und auf dem Weg sind noch an vielen Stellen Eiskristalle zu sehen. Die Piste führt anfangs durch Kiefernwälder und später passieren wir dann die Baumgrenze bis wir dann den Gipfel des Pico de La Nieve in 2.239m erreichen. Von hier oben haben wir einen tollen Ausblick in die Caldera de Taburiente und hinüber zum Roque de La Muchachos, der mit 2.426m der höchste Berg der Insel La Palma ist. In der Ferne schaut auch über den Wolken der Gipfel des Teide (3.715m) auf Teneriffa heraus. Auch der Gipfel des Pico Bejenado (1.854m) liegt zum greifen vor uns. Nachdem wir die Gipfelszenerie ausgiebig genossen haben, machen wir uns wieder auf den Rückweg zurück zum Auto. Dort angekommen fahren wir in westlicher Richtung weiter auf der LP-4. Dort passieren wir die großen Observatorien, welche hier in dieser großen Höhe sehr zahlreich positioniert sind. In den letzten Tagen unseres Inselaufenthaltes wollen wir unbedingt nochmals hier nach oben kommen, um noch eine Wanderung am Calderarand zu unternehmen. Dann fahren wir via Puntagorda und Tijarafe wieder in unsere Unterkunft, wo wir am Abend wieder einen tollen Sonnenuntergang erleben.
Mittwoch, 21.01.2026
Playa Nogales - San Andrés - Charco Azul - Puerto Espindola - El Remo
Nach dem gestrigen Wandertag, steht heute wieder Sightseeing im Fokus. Via Los Llanos geht die Fahrt hinüber zur Ostseite der Insel, um bei Puntallana zur Playa Nogales zu fahren. Dieser wilde Strand liegt unterhalb einer Felswand und man muss über ca. 600 Treppen hinuntersteigen. Der Strand ist absolut sehenswert, da er in einer tollen Umgebung liegt. Trotzdem ist es eher ein Surferstrand, da doch recht hohe Wellen hereinbrausen. Nach einer Pause am Strand heißt es, die 600 Treppenstufen wieder hinaufzuklettern. Wieder oben angekommen fahren wir weiter nach San Andrés. Dieser kleine Ort mit seinen Kolonialbauten und der Plaza mit einer schönen Kirche zieht uns immer wieder an. Er liegt umgeben von Bananenplantagen oberhalb der Küste. Wir bummeln durch den Ort und fahren dann nur wenige Kilometer weiter zu der nahen Badeanlage Charco Azul. Hier in den Felsbadebecken kann man, anders als an der Playa Nogales, ungefährdet schwimmen. Weiter fahren wir vorbei an der bekannten Rumdestille Aldea zum Puerto Espindola. Auch hier könnte man ins Wasser springen aber vielleicht ist es doch zu frisch. Dann geht unsere Fahrt via Santa Cruz wieder zurück auf die Westseite nach El Remo. Im dortigen Kiosco 7 Islas essen wir mit Meerblick direkt an der Küste hervorragend zu Abend.
Donnerstag, 22.01.2026
Zum höchsten Gipfel von La Palma - Wanderung am Calderarand vom Mirador de los Andenes - Roque de los Muchachos (2.426m)
Der spanische Wetterdienst avisiert für heute hervoragendes Wetter und so machen wir uns am Morgen auf den weg, um via Santa Cruz uns wieder die endlosen Serpentinen der LP-4 hinauf zum Calderarand zu machen. Als wir gerade unseren Parkplatz von vorgestern (Wanderung zum Pico de la Nieve) passieren, ist dort alles wegen eines Waldbrandes gesperrt. Glücklicherweise ist die Hauptstraße der LP-4 davon nicht betroffen und so fahren wir hinauf zum Mirador de los Andenes, wo wir unser Auto parken. Hier starten wir unsere Panoramatour entlang des Calderarandes in Richtung Pico Fuente Nueva. Der Weg wird gerade ausgebaut und ist auf diesem Teilstück fast fertig. So wandern wir auf bestem Untergrund immer entlang des Calderarandes und haben atemberaubende Ausblicke in alle Richtungen. Die Cumbre Nueva, Cumbre Vieja, der Bejenado und die gesamte Caldera de Taburiente liegen unter uns - ein phantastischer Anblick über den Wolken. Am Horizont schaut auch El Hierro etwas durch die Wolken und der majestätische Teide lugt natürlich ebenfalls aus dem Wolkenmeer heraus. Später sehen wir dann auch La Gomera mit dem Garajonay und selbst die markante Fortaleza können wir ausmachen. Dann erreichen wir die Observatorien am Pico Fuente Nueva (2.366m) und haben auch hier eine tolle Aussicht in alle Richtungen. Während wir sonst meist zum Roque de los Muchachos weiter gewandert sind, entscheiden wir uns heute, auf dem gleichen Weg zum Mirador de los Andenes zurückzukehren. Mit dem Auto fahren wir dann doch noch hinauf zum höchsten Gipfel von La Palma - dem Roque de los Muchachos (2.426m). Hier oben zwischen den vielen Teleskopen und Observatorien ergattern wir einen der raren Parkplätze und drehen hier eine kurze Runde am Gipfelplateau. Dann fahren wir via Puntagorda, wo alles wolkenverhangen ist und es auch etwas regnet, wieder zurück ins Aridanetal, wo wir von einem Mix aus Sonne und Wolken empfangen werden. Am Abend kämpft sich die Sonne dann doch mehr und mehr in den Vordergrund und wir erleben wiedermal einen sehenswerten Sonnenuntergang.
Freitag, 23.01.2026
Los Llanos de Aridane - Barranco de las Angustias
Nach dem gestrigen Wandertag ist heute lazy Friday. So sitzen wir ausnahmsweise lange beim Frühstück und starten recht spät in den Tag. Dann fahren wir hinüber nach Los Llanos, wo wir ein paar Einkäufe erldigen und durch den Ort bummeln. Charakteristisch ist, dass obwohl heute Freitag ist, die vielen Straßencafés und kleinen Bistros voller Leute sind. Viele Locals und auch einige Touristen genießen es einfach, draußen zu sitzen. Natürlich führt uns der Weg wieder vorbei an der pittoresken Plaza Chica mit ihren kleinen historischen Häusern und den markanten großen Palmen. Dann fahren wir noch hinauf in den Ortsteil Los Barros, von wo aus die enge Straße hinunter in den Barranco de las Angustias führt. Hier starten die Touren in die Caldera de Taburiente, was aber bis gestern zeitweise nicht möglich war, da die Wanderung offiziell gesperrt war. Wir werden das sicher im November diesen Jahres nachholen, wo wir ja wieder auf der Insel sein werden. Zurück im Quartier chillen wir auf unserer Terrasse. Nachdem es am Vormittag sonnig war, zieht es sich leider am Nachmittag ziemlich zu und die Wolken übernehmen das Regiment. Zum Sonnenuntergang haben die Wolken dann aber ein Einsehen und geben wieder den Blick auf die untergehende Sonne frei.
Unsere Zeit auf La Palma neigt sich nun langsam dem Ende zu. Während es in Deutschland heftig kalt ist, sitzen wir am Morgen auf der Terrasse und genießen unseren Frühstückskaffee mit einer tollen Aussicht auf den Atlantik. Dann starten wir via Tazacorte durch den Bco. de las Angustias bis kurz vor Tijarafe, wo wir auf die steile Straße hinauf nach El Pinar abbiegen. Oben angekommen parken wir an einem kleinen Wanderparkplatz und beginnen hier in ca. 1.000 Metern Höhe unsere Wanderung zum Calderarand. Anfangs geht es stetig steil bergab und auf der anderen Seite wieder nach oben, während der Weg später moderat durch lichten Kiefernwald nach oben führt. Kurz unterhalb des Brandwachturmes Torre del Time machen wir Rast an einem Aussichtspunkt, von wo aus wir geniale Tiefblicke hinunter in den Barranco de las Angustias und die Caldera de Taburiente haben. Leider ist es etwas diesig aber das Panorama in die Caldera ist wirklich einmalig. In den Bildern wird das sicher nicht entsprechend dargestellt - die Dimensionen sind schwer im Bild einzufangen. Nach der Pause machen wir uns auf dem gleichen Weg wieder zurück zum Auto. Da heute tolles Sonnenwetter bei absoluter Windstille ist, verbringen wir den Rest des Nachmittags auf unserer Terrasse bei herrlichem Sonnenschein.